
Barrierefreiheit ist kein Endziel. Es ist ein Prozess.
, Von Annemarie Postma, 2 min Lesezeit

, Von Annemarie Postma, 2 min Lesezeit

Angenommen, du stellst fest, dass einige Zimmer barrierefreunder gestaltet werden können. Du kannst warten, bis alles umgebaut ist, und dann sagen: „Seht nur, wie barrierefrei wir sind.“
Du kannst es aber auch anders machen. Erzähle, was du herausgefunden hast. Zeige, was besser werden kann. Frage die Reisenden, was ihnen wichtig ist. Zeige, welche Anpassungen du vornehmen wirst. Und komm später mit dem Ergebnis zurück. Mach deine Reisenden zu einem Teil des Prozesses. Das ist nicht schwach. Im Gegenteil, das ist eine Stärke.
Eine Organisation, die sagt: „Wir sind noch nicht so weit. Das sind die Punkte, an denen wir arbeiten“, wirkt auf uns viel glaubwürdiger als eine Organisation, die ruft: „Wir sind vollständig barrierefrei!“
Denn die erste Organisation zeigt, dass sie zuhört, lernt und tatsächlich etwas unternimmt. Und genau daran möchten die Menschen teilhaben.
Eine Anpassung muss keine technische Geschichte sein. Ein Duschgriff, der versetzt wird. Ein Zimmer, das neu eingerichtet wird. Ein Transfer, der angepasst wird. Ein Mitarbeiter, der geschult wird. Ein Schwimmbad, für das endlich eine gute Lösung für Gäste mit einer Behinderung gefunden wird.
Zeige es. Mach daraus Content. Erzähle, warum du etwas änderst. Zeige die Menschen, die daran arbeiten. Und lass vor allem auch die Reisenden zu Wort kommen. Denn genau diese Geschichten machen Barrierefreiheit menschlich.
Bei Accessibly Yours glauben wir deshalb nicht an ein einmaliges Audit, nach dem eine Organisation einen Bericht erhält und die Akte geschlossen wird. Wir glauben an gemeinsames Verbessern. Wir ermitteln, wo du stehst. Wir zeigen auf, wo die Chancen liegen. Wir helfen, Prioritäten festzulegen. Und wenn du möchtest, bleiben wir involviert, um zu sehen, was sich tatsächlich ändert.
Du musst vor allem bereit sein, die richtigen Fragen zu stellen. Und vielleicht ist das die schönste Form von inklusiver Gastfreundschaft: nicht so zu tun, als wüsstest du schon alles, sondern deinen Reisenden zu zeigen, dass du zuhörst.